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Die Ausstellung

frauenORTE Niedersachsen Über 1000 Jahre Frauengeschichte

mit Ergänzung

„Wir haben die Wahl! 100 Jahre Frauenwahlrecht – 100 Jahre Aufbruch“

Niedersachsen hat viel zu bieten, auch eine reiche Frauengeschichte. Dieses kulturelle Erbe muss in der Erinnerungskultur unserer Städte und Regionen und nicht zuletzt im Land fest verankert werden - das ist die kultur- und frauenpolitische Überzeugung des Landesfrauenrates, die der Verband mit der Initiative frauenORTE Niedersachsen seit 2008 verfolgt. Mit der Ausstellung bietet der Landesfrauenrat in der Aktionspalette der frauenORTE Niedersachsen einen weiteren Baustein der Öffentlichkeitsarbeit an, um das frauengeschichtliche Anliegen einem breiten Publikum näher zu bringen.

Der Landesfrauenrat freut sich über die Landesministerin Dr. Carola Reimann als Schirmfrau der Initiative und die Unterstützung durch Gleichstellungsbeauftragte, Frauenverbände, Wirtschafts- und Tourismusorganisationen sowie Museen, Archive und andere Einrichtungen vor Ort.

Eine gemeinsame Bühne

„frauenORTE Niedersachsen – Über 1000 Jahre Frauengeschichte“ präsentiert Frauengeschichte und Frauenkultur in einem Zeitraum von über 1000 Jahren mit dem historisch begründeten Schwerpunkt vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. Mit der Ausstellung bietet der Landesfrauenrat in der Aktionspalette der frauenORTE Niedersachsen einen weiteren wichtigen Baustein der Öffentlichkeitsarbeit an, um das frauengeschichtliche Anliegen einem breiten Publikum näher zu bringen.

Die Ausstellung stellt 35 historische Frauenpersönlichkeiten (Stand 2018) vor, die in der Initiative frauenORTE Niedersachsen seit 2008 gewürdigt werden. Die Ausstellung zeigt, wie sich die zeitgenössische Teilhabe von Frauen in der Gesellschaft entwickelt hat und stellt den aktuellen Bezug her. Sie erzählt von den Leistungen der Frauen, die sie auf politischem, kulturellem, sozialem, wirtschaftlichen und/oder wissenschaftlichem Gebiet vollbracht haben.

Unter dem Motto „Wir haben die Wahl! 100 Jahre Frauenwahlrecht - 100 Jahre Aufbruch“ werden erstmals auch vier neue Thementafeln gezeigt, die sich dem Kampf um das Frauenwahlrecht und dem Aufbruch der Frauen in die Politik bis hin zur politischen Partizipation von Frauen heute widmen.

Der zeitliche und thematische Bogen der Ausstellung spannt sich von der Kanonisse Roswitha von Gandersheim im 9. Jahrhundert bis zu Cilli-Maria Kroneck-Salis, Mitbegründerin des Osnabrücker Frauenhauses in den 1970er Jahren. Anita Augspurg, eine der bekanntesten Kämpferinnen für das Frauenwahlrecht wird ebenso vorgestellt wie Theanolte Bähnisch und Hertha Peters, die als erste Regierungspräsidentin und erste Landrätin in Niedersachsen gewirkt haben. All diese Frauen haben oft viel riskiert, Hervorragendes geleistet und sind deshalb auch heute noch Vorbilder.

Die 35 Porträts gliedern sich in vier inhaltliche Kategorien:

Eroberinnen des politischen Terrains

  • Maria von Jever - Landesherrin
  • Fürstin Juliane - unkonventionelle Regentin
  • Eleonore Prochaska - Patriotin
  • Anita Augspurg - Juristin, Frauenrechtlerin, Pazifistin
  • Katharina von Kardorff-Oheimb - Politikerin, Netzwerkerin
  • Elise Bartels - Reichstagsabgeordnete, AWO-Gründerin
  • Theanolte Bähnisch - Juristin, Regierungspräsidentin, Netzwerkerin
  • Hertha Peters - Kommunalpolitikerin, Landrätin
  • Cato Bontjes van Beek - Widerstandskämpferin
  • Cilli-Maria Kroneck-Salis - Mitbegründerin des autonomen Frauenhauses (1980) und Frauenflüchtlingshauses (1992) in Osnabrück
  • sowie vier Informationstafeln zum Frauenwahlrecht

Pionierinnen in Bildung und Beruf

  • Dorothea Schlözer - Erste Doktorin der Philosophie
  • Henriette Schrader-Breymann - Reformpädagogin
  • Helene Lange - Pädagogin, Frauenrechtlerin      
  • Elisabeth Maske - Pionierin des Frauenturnsports
  • Frieda Duensing- Wegbereiterin der Jugendfürsorge
  • Hermine Heusler-Edenhuizen - Erste deutsche Frauenärztin
  • Greten Handorf - Reederin
  • Paula Tobias - deutsch-jüdische Landärztin
  • Agnes von Dincklage - Pädagogin, Schulleiterin
  • Dora Garbade - Land- und Lehrfrau
  • Sibylle von Schieszl - erste Managerin im tech. Bereich bei der Volkswagen AG

Schöpferinnen von Kunst und Kultur

  • Roswitha von Gandersheim - Dichterin, Kanonisse
  • Maria Aurora von Königsmarck - Europäische Netzwerkerin der Barockzeit
  • Mary Wigman - Tänzerin, Choreografin, Tanzpädagogin
  • Ricarda Huch - Schriftstellerin, Historikerin, Europäerin
  • Wilhelmine Siefkes - Autorin, Politikerin, Lehrerin
  • Luzie Uptmoor - Malerin

Akteurinnen zwischen den Konfessionen

  • Herzogin Elisabeth - Regentin, Reformatorin, Ratgeberin
  • Äbtissin Odilie von Ahlden - Reformerin, Kantorin, Autorin
  • Eléonore d'Olbreuse - Herzogin von Braunschweig-Lüneburg
  • Susanna Abraham - Kauffrau, Stifterin
  • Antje Brons - Mennonitin und Kirchenhistorikerin
  • Charlotte von Veltheim - Domina im Kloster St. Marienberg
  • Helene Hartmeyer - Lehrerin, Diakonisse, Oberin
  • Recha Freier - Gründerin der Jugend-Aliyah

Als Begleitprogramm bieten sich die im Rahmen der Initiative frauenORTE Niedersachsen entstandenen kulturtouristischen Aktivitäten wie Stadtrundgänge, Lesungen oder Theateraufführungen an. Der Landesfrauenrat vermittelt gerne Kontakte zu Referentinnen für Vorträge zu einzelnen der vorgestellten historischen Frauenpersönlichkeiten.

Buchung der Ausstellung und Fragen rund um die Ausstellung:

Heidi Linder, Projektkoordinatorin frauenORTE Niedersachsen

Tel: 0511 95483828, Mail: linder@landesfrauenrat-nds.de

 

Materialien zur Ausstellung

  • Leitfaden zur Ausstellung „frauenORTE Niedersachsen – Über 1000 Jahre Frauengeschichte“ - Download

  • frauenORTE Broschüre: "Auf den Spuren bedeutender Frauen", 6. Auflage informiert über 35 historische Frauenpersönlichkeiten - Download

  • frauenORTE Faltplan: "Auf den Spuren bedeutender Frauen - frauenORTE Stadtspaziergänge", 2. Auflage informiert über frauenORTE-Stadtführungen und weiteren Aktivitäten in 35 Städten und Gemeinden - Download
  • Broschüre "Wir haben die Wahl! 100 Jahre Frauenwahlrecht - 100 Jahre Aufbruch"  Download
  • Anregungen  für ein Begleitprogramm: Theaterstücke, Vorträge, Lesungen etc.  Download

An das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung geht der Dank für die finanzielle Förderung bei der Erstellung der Ausstellung.

Fotos: Erika Ehlerding und Susanne Hilmer