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36. frauenORT für Ingrid Buck 

Volkskundlerin und Landschaftsrätin wird in Aurich gewürdigt

Es ist soweit! Seit dem 08. Juni 2018 hat Aurich einen frauenORT für die bislang erste und einzige Landschaftsrätin der Ostfriesischen Landschaft. Der NDR, Medienpartner der Initiative frauenORTE Niedersachsen war mit dabei und berichtete in Hallo Niedersachsen über die gelungene Auftaktveranstaltung mit vielen Akteur*innen und einem aktiven frauenORTE-Netzwerk.

 

 v.l.n.r.:Ursuala Thümler/Landesfrauenrat Niedersachsen e.V., Elke Kirsten/frauenORT Recha Freier, Okka Fekken/frauenORT Antje Brons, Birgit Ehring-Timm/frauenORT Ingrid Buck, Ehrengast Iris Horn/Tochter von Ingrid Buck, Elke Rohlfs-Jacob/frauenORT Maria von Jever, Tomke Hamer/frauenORT Wilhelmine Siefkes, Hannelore Jürgler/frauenORT Hermine Heusler-Edenhuizen und Stefanie Rennspieß/Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung 

Der frauenORT Ingrid Buck ist eine Kooperation des Landesfrauenrates Niedersachsen e.V. mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Aurich, dem Historischen Museum der Stadt Aurich sowie der Ostfriesischen Landschaft.

„Wir sind überzeugt davon, dass mit diesem geschlechtsspezifischen Ansatz, den das Historische Museum seit 1998 verfolgt, eine gute Grundlage geschaffen wurde aus der heraus auch neue kulturtouristische Angebote zum frauenORT Ingrid Buck entwickelt werden können“, so Ursula Thümler, Vorsitzende des Kuratoriums frauenORTE Niedersachsen bei dem Festakt im Landschaftsforum der Ostfriesischen Landschaft.

Schüler*innen einer Auricher Grundschule hatten gemeinsam mit der Museumsleiterin Brigitte Junge einen Programmteil der frauenORT Stadtführung vorbereitet und informierten die Festgäste über ostfriesische Bräuche.

Weitere Informationen zum frauenORT Ingrid Buck

Fotos: Landesfrauenrat Niedersachsen e.V.

 

Der NDR berichtet

"Verhältnisse treiben, statt sich treiben zu lassen"

Zehn Jahre frauenORTE Niedersachsen

Anlässlich des Jubiläums der Initiative berichtet der NDR Hörfunk über fünf niedersächsische frauenORTE. Die Autorin Andrea Heußinger hat sich in Bad Gandersheim, Hannover, Lüneburg, Norden und Verden auf Spurensuche begeben. Das halbstündige Feature ist eine Kooperation von NDR 1 Niedersachsen und NDR Kultur.
Weitere Informationen zum Nachlesen und Hören unter NDR Kultur 

Verden

10 Jahre frauenORTE Niedersachsen

Festakt im Deutschen Pferdemuseum Verden

Der Landesfrauenrat Niedersachsen e.V. feierte am 13.04.2018 in Kooperation mit dem Landkreis Verden und dem Kreisfrauenrat beim Landkreis Verden das 10-jährige Jubiläum der Initiative frauenORTE Niedersachsen. Als Ehrengäste waren Dr. Carola Reimann, Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung sowie Vertreterinnen der frauenORTE-Initiativen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und zahlreichen Standorten der Initiative aus ganz Niedersachsen gekommen. „Mit viel Herzblut, Leidenschaft und Engagement sorgt der Landesfrauenrat dafür, dass Frauen sichtbarer werden. Mit der Initiative frauenORTE Niedersachsen werden Verbindungen zwischen alter und junger Geschichte geschaffen genauso wie Verbindungen zwischen älteren und jüngeren Besuchern“, erklärte die Ministerin, die auch Schirmfrau der Initiative ist.



 Dr. Carola Reimann und Marion Övermöhle-Mühlbach

Peter Bohlmann/Landrat, Brigit Scheibe/Anita Augspurg, Karin Labinsky-Meyer/stellv. Landrätin, Christine Borchers/Gleichstellungsbeauftragte LK Verden, Ursula Thümler/Kuratorium frauenORTE Niedersachsen, Cornelia Könnecker/ehemalige Vors. LFRN, Marion Övermöhle-Mühlbach/Vorsitzende LFRN, Dr. Carola Reimann, Lutz Brockmann/Bürgermeister Stadt Verden

Marion Övermöhle-Mühlbach, Vorsitzende des Landesfrauenrates begrüßte die Gäste mit einem Zitat von Anita Augsprug „Nicht mehr Worte nur, sondern Taten fordert diese Zeit.“ Basierend auf den Erkenntnissen der Frauen- und Geschlechtergeschichte will der Landesfrauenrat seit 2008 Leben und Wirken historischer Frauenpersönlichkeiten sichtbar machen. Nicht nur mit Worten, sondern mit Taten, ganz so wie Anita Augspurg es gefordert hat. Sie ist die erste in der Riege der inzwischen 35 Vorkämpferinnen und Vordenkerinnen, an die die frauenORTE Niedersachsen erinnern. Und es sollen mehr werden. Denn 10 Jahre frauenORTE Niedersachsen präsentieren eine Erfolgsgeschichte, mit der es gelungen ist, die Lücke in der Vermittlung von Frauengeschichte und weiblicher Erinnerungskultur zu schließen.

Dr. Frauke Geyken konzentriert sich in ihrem Festvortrag auf das identitätsstiftende Potential der frauenORTE. „Die Entscheidung, mit den frauenORTEN an die lange marginalisierte Hälfte der Gesellschaft durch die Jahrhunderte zu erinnern, ist nicht hoch genug einzuschätzen“, betont die Historikerin und freie Mitarbeiterin des Archivs der deutschen Frauenbewegung in Kassel.

 Dr. Frauke Geyken

Auf dem Programm der Festveranstaltung standen auch zwei Talkrunden, die von der Journalistin Ita Niehaus moderiert wurden. Frauen der ersten Stunde sowie Vertreterinnen aus dem Fachbeirat frauenORTE Niedersachsen und Kooperationspartnerinnen der frauenORTE zogen Bilanz über die Wirkkraft der Initiative, die das kulturelle Gedächtnis der Frauen stärkt und Vorbilder für nachwachsende Generationen liefert.

Frauenchor SingArt          

                                                 

Brigit Scheibe, als Anita Augspurg

Kultureller Höhepunkt des Festaktes war das neue Theaterstück „Neunzehn Eins Neunzehn Neunzehn“: Anita Augspurg und das Frauenwahlrecht“, ein Monodrama von F. Thomas Gatter, Regie führte Susanne Baum. Mit dabei war der Achimer Frauenchor SingArt, der Kreismusikschule Verden unter Leitung von Regine Jungmann. Die Schauspielerin Brigit Scheibe, die von Karin Christoph musikalisch begleitet wurde nahm die Festgäste mit auf eine Zeitreise ins Jahr 1919.

Am 1. Januar 1919 beteiligten sich Millionen Frauen in Deutschland zum ersten Mal an politischen Wahlen. „Schaut an diesem Tag weit hinaus in die Zukunft“, appellierte Anita Augspurg am Ende des Stückes an die Frauen, sich zu empören, wo immer ihnen eine faire Beteiligung versagt werde. „Engagiert euch für wirkliche politische Gleichberechtigung!“ Eine Forderung, die auch im Jahr 2018 für den Landesfrauenrat und seine über 60 Mitgliedsverbände Programm ist. „Das Ziel der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und ein Parité Gesetz auf Landes- wie Bundesebene, um gleichberechtigte Teilhabe in politischen Ämtern und Gremien durchzusetzen bleibt auch 2018 aktuell“, so die Vorsitzende Marion Övermöhle-Mühlbach.

Weitere Fotos auf der facebook Seite des Landesfraunerates Niedersachsen e.V.

Fotos: Erika Ehlerding

"100 Jahre Frauenwahlrecht" und "Starke Frauen"

frauenORTE Niedersachsen beim Internationalen Fraunentag in Hannover

"100 Jahre Frauenwahlrecht" und "Starke Frauen", diese beiden Themen bestimmten die Aktivitäten des Landesfrauenrates Niedersachsen e.V. beim Internationalen Frauentag 2018 in Hannover.

Gemeinsam mit den Vertreterinnen der Mitgliedsverbände des Landesfrauenrates Niedersachsen sowie den Kooperationspartnerinnen der Initiative frauenORTE Niedersachsen wurden am Vormittag vor dem hannoverschen Hauptbahnhof die Aktualität der Forderungen und Themen aus der Ersten Deutschen Frauenbewegung sichtbar gemacht werden und mit aktuellen Debatten verknüpft.

Ehrengast der Veranstaltung war die "zeitreisende" Frauenrechtlerin und erste promovierte deutsche Juristin Anita Augspurg. Sie war aus ihrer Heimatstadt Verden angereist, um in einer kämpferischen Wahlrechtsrede die politische Partizipation von Frauen zu fordern. Anita Augspurg ist Mitbegründerin des ersten Deutschen Vereins für das Frauenstimmrecht (1902).

    

Marion Övermöhle-Mühlbach/Vorsitzende des Landesfrauenrates Niedersachsen e.V. um Gespräch mit Anita Augspurg/Schauspielerin Birgit Scheibe, Fotos: Antonia Jacobsen

SAT 1 sowie der NDR berichteten in ihren Regional Nachrichten über die Veranstaltung. Hier die Pressemeldung des LFRN

Beim Empfang "Starke Frauen", zu dem die Landtagspräsidentin Dr. Gabriele Andretta eingeladen hatte, sorgte eine Gruppe historischer Frauenpersönlichkeiten aus der Wanderausstellung "frauenORTE Niedersachsen - Über 100 Jahre Frauengeschichte" für den passenden Rahmen. Als Eroberinnen des politischen Terrains waren Eleonore Prochaska, Anita Augspurg, Elise Bartels und Cato Bontjes van Beek dabei. Begleitet wurden sie von der Pädagogin und Frauenrechtlerin Helene Lange sowie der Dichterin und Kanonisse Roswitha von Gandersheim.

Hier die Pressemeldung aus dem Nds. Landtag

35. Auftaktveranstaltung

Cilli-Maria Kroneck-Salis – Kämpferin für ein Frauenhaus

Eröffnung des 35. frauenORTES Niedersachsen in Osnabrück

 Am Mittwoch, den 14. Februar 2018 wurde im historischen Rathaus Osnabrück der frauenORT Cilli-Maria Kroneck-Salis feierlich eröffnet. Hiermit reiht sich Osnabrück ein in die Reihe der bisher 34 Städte und Gemeinden, in denen seit 2008 die Spurensuche nach bemerkenswerten Frauen in der niedersächsischen Geschichte bereits erfolgreich war. Gewürdigt wird das Leben und Wirken der Mitbegründerin des autonomen Frauenhauses und Frauenflüchtlingshauses in Osnabrück.

Auf dem Foto (v.l.n.r.): Katja Weber-Khan/Gleichstellungsbeauftragte Osnabrück, Dr. Christa Karras/ stellv. Vorsitzende Landesfrauenrat Niedersachsen, Ursula Thümler/Kuratorium frauenORTE Niedersachsen,  Monika Schulte/Gleichstellungsbeauftragte Landkreis Osnabrück und Irene Wellmann/Gleichstellungsbeauftragte Bad Iburg, Foto: Robert Schäfer / Stadt Osnabrück

Für Cilli-Maria Kroneck-Salis (1923-2010) war Gewalt gegen Frauen ein Thema, das sie bis ins hohe Alter umtrieb. Die Sozialpädagogin engagierte sich seit 1978 im „Verein zum Schutz misshandelter Frauen“. Als Mitbegründerin des Frauenhauses in Osnabrück definierte sie Gewalt gegen Frauen als strukturelle Gewalt einer patriarchalen Gesellschaft. Nach langjährigem Kampf erhielt der Verein 1981 die Trägerschaft für eines der ersten autonomen Frauenhäuser in Niedersachsen. Es ist bis heute Anlaufstelle für von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder. Cilli-Maria Kroneck-Salis war auch Initiatorin des Frauenflüchtlingshaus für geflüchtete bosnische Frauen. In ihrem Bad Iburger Elternhaus – dem heutigen Café Kroneck – informiert eine Erinnerungstafel über ihr Leben.

„Cilli-Maria Kroneck-Salis war eine der treibenden Kräfte bei der Gründung des autonomen Frauenhauses in Osnabrück und später bei der Gründung eines Hauses für geflüchtete bosnische Frauen“, so Dr. Christa Karras, stellvertretende Vorsitzende des Landesfrauenrates Niedersachsen. „Sie verstand ihr Engagement nicht als Hilfe zur Selbsthilfe, weil Frauen gegen ihre Demütigung und Unterdrückung selbst angehen müssen.“

Der frauenORT Cilli-Maria Kroneck-Salis ist eine Kooperation des Landesfrauenrates Niedersachsen e.V. mit den Gleichstellungsbeauftragten der Städte Osnabrück und Bad Iburg sowie des Landkreises Osnabrück.